Comunicado Tenejapa, traducido al alemán.

Pueblo Creyente/MODEVITE – Kommuniqué aus Tenejapa

modevite

Für die indigenen, bäuerlichen und ländlichen Völker, sind der Boden und das Territorium mehr als nur Arbeit und Nahrung: sie sind auch Kultur, Gemeinschaft, Geschichte, Vorfahren, Träume, Zukunft, Leben und Mutter“ – Andrés Aubry

Tenejapa, Chiapas, 22. November 2016

An die öffentliche Meinung,
An die föderale, bundesstaatlichen und munizipalen Regierungen,
An die nationalen und internationalen Menschenrechtsorganisationen,
An die Bischöfe von Mexiko,
An die Kommunikationsmedien,
An die unterschiedlichen Glaubensrichtungen,
An die Brüder und Schwestern des Pueblo Creyente,
An die Männer und Frauen des MODEVITE und jene die den Frieden verteidigen.

In Tenejapa erheben wir die Stimme mit der Absicht unsere Mutter Erde zu verteidigen und zu schützen. Wir wollen unser Territorium schützen, den Boden, der unseren Vorfahren gehörte, der heute uns gehört und den wir zukünftig unseren Söhnen und Töchtern vererben wollen, welcher der Bedrohung eines Angriffs ausgesetzt ist, aufgrund der Schaffung von Megaprojekten, die die Absicht haben, all den Reichtum unserer Ländereien zu plündern.

Wir wollen keine Autobahn, die ausschließlich die Eigentümern des großen Kapitals bereichert, wir wollen kein Wasserkraftwerk, wir wollen nicht, dass der Bergbau unsere Böden durchbohrt und die Ressourcen mit sich nimmt, die sich unter unseren Ländereien befinden, wir wollen keine Ökotourismuszentren in ausländischen Händen, wir wollen keine Kneipen, wir wollen keine Prostitution, wir wollen keinen Drogenhandel, wir wollen keine hohen Elektrizitätstarife, wir wollen keine Privatisierung des Wassers, wir wollen keine Privatisierung der Gesundheitsdienste, wir wollen keine Privatisierung der Bildung, wir wollen keine Kontaminierung durch transgenes Saatgut die unsere Samen ´criollas` [kreolisch, bedeutet natürliches, traditionelles Saatgut], wir wollen keine Produkte von Monsanto, da sie giftig sind, unserer Mutter Erde und unserer Gesundheit schaden.

Wir bitten die Regierungen nicht in unsere Ländereien einzugreifen indem sie eine kapitalistische und neoliberale Infrastruktur aufzwingen wollen, die wir NICHT erbeten haben und die KEINEN Wohlstand für unsere Gemeinden bringen wird. Wir wollen, dass sie unsere Natur respektieren, unsere Gebräuche und Traditionen. Wir wollen, dass sie alles, was sich um uns befindet und unserem Volk Leben und Nahrung gibt, respektieren. Wir wollen, dass sie das Innere unserer Mutter Erde respektieren, dass sie nicht ihre Quellen und Flüsse kontaminiern, auch nicht ihre Atmosphäre.

Wir verlangen von der Regierung des Landkreises, des Bundesstaates und der föderalen, dass sie unser konstitutionelles Recht als Indígenas konsultiert zu werden, eine vorherige, freie und informative Konsultation, respektiert.

Mittels dieser friedlichen peregrinación bringen wir, die Brüder und Schwestern dieser 11 Landkreise, gegenüber den drei Ebenen der Regierung zum Ausdruck, dass dies ist was das MODEVITE (Movimiento en Defensa de la Vida y el Territorio – Bewegung zur Verteidigung des Lebens und des Territoriums) lebt, fühlt und fordert. Wir denunzieren, dass die schlecht genannten Reformen nur einige wenige Politiker*innen und nationale und internationale Unternehmen bereichern. Nie wurden sie dem Volk mitgeteilt, und noch weniger können sie mit unserer Zustimmung rechnen. Wir machen uns die Worte des Monseñor Óscar Arnulfo Romero zu eigen: „Die Reformen taugen zu nichts, wenn sie mit soviel Blut gefärbt sind“. Wir sind die Stimme unserer Mutter Erde, ihre Söhne und Töchter, wir sind müde ausgebeutet, misshandelt und nie beachtet zu werden.

Wir wollen JA sagen: zur Nueva Constituyente Ciudadana Popular, wie der Artikel 39 unserer Verfassung besagt: „Die nationale Souveränität liegt essentiell und ursprünglich beim Volk. Jede öffentliche Macht entspringt dem Volk und setzt sich für das Wohl desselben ein. Das Volk hat zu jeder Zeit das unveräußerliche Recht die Form seiner Regierung zu ändern oder zu modifizieren“. Wir wollen auch JA sagen zu den Abkommen von San Andrés. Wir wollen JA sagen zur Stärkung des Tribunal Permanente de Los Pueblos (Permanentes Tribunal der Völker).

Landkreis Tenejapa, Diözese San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, am 22. November 2016.

MOVIMIENTO EN DEFENSA DE LA VIDA Y EL TERRITORIO

PUEBLO CREYENTE DER KIRCHENGEMEINDEN:

Candelaria, Huixtán, Tumbalá, Cancúc, Tenejapa, Oxchuc,
Ocosingo, Altamirano, Chilón-Sitalá, Yajalón und Salto de Agua.

DIÖZESE VON SAN CRISTÓBAL DE LAS CASAS, CHIAPAS

Traducción: https://solicomblog.wordpress.com/2016/11/23/pueblo-creyentemodevite-kommunique-aus-tenejapa/

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